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Behindertengerechter Fahrzeugumbau

Vom Handgas bis zur Rollstuhlrampe: Wir passen Ihr Fahrzeug so an, dass Sie selbst fahren oder sicher mitfahren können – geplant, eingebaut und abgenommen in unserer Werkstatt in Rheinstetten bei Karlsruhe.

Citroën Berlingo mit Heckausschnitt und ausgeklappter Rollstuhlrampe – Fahrzeugumbau von Ritter Reha
Überblick

Was ein behindertengerechter Fahrzeugumbau leistet

Ein behindertengerechter Fahrzeugumbau passt ein Serienfahrzeug an die körperlichen Möglichkeiten eines Menschen an. Das Ziel ist immer dasselbe: selbstständig und sicher mobil sein – als Fahrerin oder Fahrer, als Mitfahrer im Rollstuhl oder als Familie, die einen Angehörigen befördert.

  • Selbst fahren – Gas, Bremse, Lenkung und Bedienelemente werden so angepasst, dass Sie Ihr Fahrzeug eigenständig führen.
  • Leichter ein- und aussteigen – Schwenksitze, Trittstufen und Haltegriffe überbrücken Höhe und Abstand.
  • Rollstuhl mitnehmen oder darin mitfahren – Verladesysteme, Rampen und Lifte bringen den Rollstuhl ins Fahrzeug.

Für wen ist das gedacht?

Für Menschen mit angeborener oder erworbener Behinderung, nach Unfall oder Erkrankung, für Seniorinnen und Senioren mit eingeschränkter Beweglichkeit – und für Angehörige, Einrichtungen und Fahrdienste.

Welche Umbauten sind möglich?

Welche Technik in Frage kommt, richtet sich nach einer einfachen Frage: Fahren Sie selbst, fahren Sie mit – oder beides? Die folgenden Lösungen bauen wir ein und kombinieren sie bei Bedarf miteinander.

Selbst fahren: Fahr-, Lenk- und Bedienhilfen

Wenn die Beine nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden können, übernehmen Fahrhilfen wie Handgas und Handbediengerät das Gasgeben und Bremsen. Ist nur ein Bein betroffen, genügt oft eine Anpassung an Bremse und Pedalen, zum Beispiel eine Linksgas-Anlage. Für das Lenken mit einer Hand gibt es Lenkhilfen wie den Lenkraddrehknopf; bei stark reduzierter Kraft kommen angepasste Lenkungen in Frage. Bedienungshilfen bringen Blinker, Licht und Hupe in Reichweite.

Einsteigen und umsetzen

Dreh-, Schwenk- und Hebesitze erleichtern den Wechsel vom Rollstuhl auf den Fahrzeugsitz. Einstiegshilfen wie Haltegriffe, Trittstufen und Rampen machen den Zugang zum Fahrzeug sicher – auch für Begleitpersonen.

Rollstuhl mitnehmen oder im Rollstuhl mitfahren

Wer selbst fährt, verstaut den Rollstuhl mit einem Rollstuhl-Verladesystem für den PKW. Wer im Rollstuhl sitzen bleibt, gelangt über Rampen und Lifte für Bus und Transporter ins Fahrzeug. Dazu gehört ein passend ausgebauter Innenraum mit Bodenschienen und Rückhaltesystemen – siehe Fahrzeug-Innenraum-Systeme. Für den Heckeinstieg beim Hochdachkombi bauen wir die Flexiramp und weitere Rampensysteme ein. Einrichtungen und Fahrdienste finden bei uns den 9-Sitzer mit Seiteneinstieg und Fahrzeuge für die Liegendbeförderung.

Wenn Standard nicht reicht

Für besondere Anforderungen entwickeln wir Individualumbauten und Sonderanfertigungen. Und wer den Führerschein erst machen oder mit Fahrhilfen neu lernen möchte, findet Unterstützung in der behindertengerechten Fahrschule.

So läuft ein Fahrzeugumbau ab

Ein Umbau beginnt nicht in der Werkstatt, sondern mit der Klärung, was Sie brauchen und was Sie fahren dürfen. Wir begleiten Sie durch den gesamten Weg: medizinische Abklärung, Fahreignungstest, TÜV-Gutachten, individuelle Beratung, Umbau sowie Einweisung und Auslieferung. Die einzelnen Stationen beschreiben wir im Serviceprozess.

Das sollten Sie zur Beratung mitbringen

  • Angaben zum Fahrzeug: Marke, Modell, Baujahr und Getriebe – oder Ihre Überlegungen zum Neukauf
  • vorhandene Gutachten und Auflagen der Fahrerlaubnisbehörde (Schlüsselzahlen im Führerschein)
  • Ihr Hilfsmittel: Art, Maße und Gewicht des Rollstuhls
  • die Information, wer fährt, wer mitfährt und wofür das Fahrzeug hauptsächlich genutzt wird
  • falls vorhanden: Ansprechpartner beim Kostenträger

Abnahme und Eintragung

Umbauten an Lenkung, Bremse, Pedalen, Sitzen oder Rückhaltesystemen sind sicherheitsrelevant. Sie werden nach dem Einbau von einem Prüfer begutachtet und in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Der Prüfer kommt dafür zu uns in die Werkstatt; die Unterlagen bereiten wir vor. Auflagen zu Ihrer Person – also die Frage, mit welchen Hilfen Sie fahren dürfen – legt die Fahrerlaubnisbehörde fest.

Kosten und Kostenträger

Die Kosten hängen vom Umfang ab und lassen sich erst nach der Beratung beziffern. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligen sich Kostenträger wie Rentenversicherung, Agentur für Arbeit, gesetzliche Unfallversicherung oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt. Ob ein Anspruch besteht, entscheidet der Träger im Einzelfall – eine pauschale Zusage können weder wir noch andere Umbaubetriebe geben. Stellen Sie den Antrag, bevor Sie den Umbau beauftragen.

Service nach dem Umbau

Ein umgebautes Fahrzeug braucht eine Werkstatt, die auch die Umbautechnik kennt. Wartung, Inspektion und Reparatur übernehmen wir in unserer Kfz-Werkstatt in Rheinstetten – für das Fahrzeug und für die Umbaukomponenten.

Häufige Fragen zum behindertengerechten Fahrzeugumbau

Wer zahlt den Umbau eines Autos bei Behinderung?

Je nach persönlicher Situation kommen unterschiedliche Kostenträger in Betracht, zum Beispiel die Rentenversicherung, die Agentur für Arbeit, die gesetzliche Unfallversicherung oder das Integrations- bzw. Inklusionsamt. Ob und in welcher Höhe ein Umbau gefördert wird, entscheidet der jeweilige Träger im Einzelfall. Wichtig: Stellen Sie den Antrag, bevor Sie den Umbau beauftragen. Für den Antrag erhalten Sie von uns ein Angebot.

Welche Autos kann man behindertengerecht umbauen?

Viele PKW, Vans und Transporter lassen sich anpassen. Für Fahr- und Lenkhilfen ist in der Regel ein Automatikgetriebe erforderlich. Soll ein Rollstuhl ins Fahrzeug fahren, eignen sich vor allem Hochdachkombis, Vans und Transporter mit großer Hecköffnung. Wenn Sie ein Fahrzeug neu anschaffen, lohnt sich die Beratung vor dem Kauf.

Was kostet ein behindertengerechter Fahrzeugumbau?

Das lässt sich seriös nur am konkreten Fall beantworten: Ein einzelnes Bedienelement ist etwas anderes als ein Heckumbau mit Rampe. Nach der Beratung erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen.

Muss der Umbau vom TÜV abgenommen werden?

Sicherheitsrelevante Umbauten werden nach dem Einbau von einem Prüfer begutachtet und in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Bei uns kommt der Prüfer dafür in die Werkstatt – Details finden Sie im Serviceprozess.

Wie lange dauert ein Umbau?

Das hängt vom Umfang und von der Lieferzeit der Bauteile ab. Einen Zeitrahmen nennen wir Ihnen mit dem Angebot.

Kann ich während des Umbaus mobil bleiben?

Für die Übergangszeit können Sie bei uns ein behindertengerecht ausgestattetes Fahrzeug mieten, sofern eines verfügbar ist. Mehr dazu unter Fahrzeugvermietung.

Standort

Fahrzeugumbau in Rheinstetten bei Karlsruhe

Unsere Werkstatt befindet sich in der Hertzstraße 4a in Rheinstetten, südwestlich von Karlsruhe. Wir sind Ansprechpartner für Karlsruhe, den Landkreis Karlsruhe und Baden-Württemberg. Beratung, Umbau, Abnahme und späterer Service finden an einem Ort statt.

Kontakt & Anfahrt
AdresseHertzstraße 4a, 76287 Rheinstetten
ÖffnungszeitenMo–Fr 06:00–15:00 Uhr
Telefon+49 151 1843 8666
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